Jugendtreff in Schwerte  - Westhofen - Schwerte - Das Jugendzentrum mit Programm
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Konzept, Trägerverein Jugendheim Westhofen e.V.
Stand: 05.05.1999

6. Programmplanung

6.1 Allgemeines

Der Jugendtreff Westhofen möchte in erster Linie allen Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle in Westhofen bieten, sich zu treffen und gemeinsam die Freizeit zu gestalten.
Gezielte, ganzheitliche Angebote und Projekte für Kinder und Jugendliche sollen ihnen Gelegenheit geben, ihren Interessen nachzugehen, verschiedene Verhaltensweisen auszuprobieren sowie selbstbestimmt Kontakte zu knüpfen. Dabei sollen ihre Fähigkeiten aufgegriffen und zielorientiert gefördert werden. Die Angebote und Projekte müssen auf die lebensweltlichen Interessen und Bedürfnisse Einzelner und von Gruppen eingehen. Solche Projekte können beispielsweise in den Themenfeldern Ökologie, Ernährung, Kultur (Medien, Theater) u.ä. initiiert werden. Aufgrund unterschiedlicher Gruppierungen von Jugendlichen sollen diese so differenziert gestaltet werden, dass ein Ausgleich zwischen unterschiedlichen Besuchergruppen herbeigeführt werden kann. Hier sind insbesondere ausländische Jugendliche, Mädchen und Kinder zwischen 10 und 14 Jahren zu nennen. Projektarbeit sollte sich in diesem Zusammenhang auch an aktuellen Themenstellungen orientieren und - nicht zu vergessen - auch Spaß und Freude vermitteln. Die Ausgestaltung der Angebote und Aktivitäten kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Aufgabe der Mitarbeiter wird es sein, zwischen den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen einerseits und dem pädagogischen und gesellschaftlichen Auftrag andererseits abzuwägen. Jugendarbeit muss auf die lebensweltlichen Interessen und Bedürfnisse von Einzelnen und Gruppen eingehen und sie auf ganzheitliche Weise aufnehmen.

Insbesondere die Bedürfnisse nach Erlebnis, sozialer Anerkennung, Geselligkeit, Sicherheit, etwas bewirken wollen, Orientierung, Selbstbestimmung und Partnerbeziehungen dürften für die Jugendarbeit besonders bedeutsam sein.

Über die freizeitgestalterischen Bedürfnisse der Jugendlichen gibt eine Umfrage eines Meinungsforschungsinstitutes aus dem Jahre 1996 unter Jugendlichen aus Westhofen Aufschluss.

Demnach besteht vor allem Bedarf an:

- einer Disco
- einem bezahlbaren Jugendcafe
- an Kino- und Theaterangeboten

An diesen Bedürfnissen will der Jugendtreff Westhofen zunächst anknüpfen und entsprechende Angebote installieren.

6.1.1 Disco

Eine Disco ist jeweils einmal im Monat geplant, jedoch für drei unterschiedliche Altersgruppen. Zunächst Kinderdisco für die 10 - 14-Jährigen, Teenie-Disco für die 15 - ca. 20-Jährigen sowie eine Ü- 30 - Disco für Eltern und Westhofener Bewohner.
Zielsetzung:
Die Discoveranstaltungen haben u.a. den Sinn, die neue Einrichtung in Westhofen bekannt zu machen, zu etablieren und eine Akzeptanz im Stadtteil zu erreichen. Kinder und Jugendliche haben Gelegenheit, ihrem Bedürfnis nach Spaß, Bewegung und Begegnung nachzugehen, ohne kostspielige, entferntere Diskothekenbesuche in Kauf nehmen zu müssen. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, "ihre" Disco nach ihren Wünschen zu gestalten.
Die Eltern unserer Besucher können in lockerer Atmosphäre Kontakt zur Einrichtung und zu den Mitarbeitern bekommen. Dies wird helfen, Vorurteile abzubauen und letztlich unseren Besuchern zu Gute kommen.

6.1.2 Internet - Café

Ein Projekt: Internet-Cafe soll unter weitest gehender Eigenregie von Kindern und Jugendlichen aufgebaut werden. Es ist denkbar, dieses mit einem Caféangebot im Foyer in Verbindung zu bringen. Hierzu wird ein eigenes Konzept erstellt werden.
Zielsetzung:
Der Internet - Zugang an sich dient lediglich als Anreiz. Hintergrund ist die zielgerichtete, hinterfragende Hinführung zu neuen Medien, die Auseinander-setzung mit ihnen sowie ihre Nutzung im Rahmen von bildungs- und berufs-orientierten Maßnahmen. Die Jugendlichen lernen im sozialen Kontext des Jugendtreffs selbständig zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Sie haben die Möglichkeit, von ihnen Geleistetes über Internet einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

6.1.3 Theaterangebote

Theaterangebote können für verschiedene Altersgruppen in Form von Projek-ten entwickelt oder erarbeitet werden. Auslöser hierfür können verschiedene Kriterien sein, z. B. aus einer Situation heraus nach Vorgabe eines Filmes oder eines Theaterstückes oder einer Eigeninszenierung. Ggf. könnte man auch mit anderen Jugendfreizeiteinrichtungen der Stadt kooperieren.
Zielsetzung:
Theaterarbeit soll nicht nur die Freude am Spielen sowie das Gruppenerlebnis in den Vordergrund stellen. Vielmehr sollen auch Ausdruckselemente wie Sprache, Mimik und Gestik bei den Jugendlichen gefördert bzw. intensiviert werden. Des weiteren können Fantasien angeregt, Kreativität entwickelt, sowie Hemmschwellen abgebaut werden.

6.1.4 Filmangebote

Als Hintergrundinformationen zu besonderen Themenstellungen z.B. Sucht-problematik, Aidsprävention können gezielt Filme eingesetzt werden.
Zielsetzung:
Diese dienen als Diskussionsgrundlage für jugendspezifische oder gesell-schaftlich relevante Themen und sollen zur Auseinandersetzung mit diesen anregen.

6.1.5 Freizeiten

Eine Jugendfreizeit für Kinder und Jugendliche im Alter von ca. 15 - 20 Jahren in die Vereinigten Staaten / Kalifornien wurde in den Herbstferien 1999 durchgeführt.
Zielsetzung:
Die Teilnehmer konnten so andere Kulturen und Lebensgewohnheiten kennen lernen. Gelernte Englischkenntnisse wurden eingesetzt und manifestiert. Durch die gemeinsame Planung im Vorfeld konnten sie lernen, ihre finanziellen Ressourcen über einen längeren Zeitraum zielgerichtet einzusetzen, sich gemeinsam mit Anderen auf Ziele und Wünsche zu einigen bzw. sich mit darüber auseinander zu setzen und Kompromisse auszuhandeln.

6.1.6 Sportangebote

6.1.6.1 Klettern

Eines von mehreren denkbaren Sportangeboten war bei Entstehung des neuen Jugendtreffs das Klettern an der hauseigenen Kletterwand.

Zielsetzung:
Neben der sportlichen und spaßmachenden Komponente dieses Angebotes, werden die Teilnehmer durch diese erlebnisorientierte Maßnahme ihr Verantwortungsgefühl für Andere (Sichern am Seil) stärken. Das Vertrauen untereinander ist Voraussetzung für die gemeinsame Nutzung der Wand.
Die Teilnehmer können ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennen lernen.

Leider musste dieses Vorhaben wegen der Statik verworfen und das Klettern auf Ausflugsangebote zum Klettermax in Dortmund beschränkt werden.

6.1.6.2 Fitness

Als zweites sportliches Angebot finden regelmäßige Kurse im hauseigenen Fitnessraum (unter Anleitung) statt.
Zielsetzung:
Aggressionen werden zielgerichtet abgebaut. Jugendliche haben die Möglichkeit, auf legitime Art und Weise miteinander in Wettstreit zu treten. Gegenseitige Unterstützung und Verantwortungsgefühl für Andere sind auch hier Voraussetzungen. Nicht zuletzt spielt auch die Gesunderhaltung des Körpers eine Rolle. Flankierende Angebote hierzu könnten z. B. die gezielte Planung des Trainings, Ernährungsberatung oder gemeinsames (gesundes) Kochen sein.

6.1.7 Gesunde Ernährung

Ein Bewusstsein für gesunde Ernährung soll in Form von Projektarbeit unter Einbeziehung verschiedener Themenfelder vermittelt werden. In diesem Zusammenhang ist "Gesunde Ernährung" als Einstiegsprojekt denkbar.
Zielsetzung:
Ein Großteil unserer Lebensmittel ist in irgendeiner Form industriell bearbeitet und hat dadurch viel an lebenswichtigen Nährstoffen eingebüßt. Ebenso führen falsche Essgewohnheiten häufig zu gesundheitlichen Schäden. Aufklärung über eine gesunde Ernährung sowie eine zielgerichtete Auswahl von Speisen sollen die Kinder und Jugendlichen in die Lage versetzen, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren.

6.1.8 Gestaltung des Jugendtreffs

Nicht unerwähnt bleiben soll der Innenausbau der neuen Einrichtung unter Einbeziehung Westhofener Jugendlicher.
Zielsetzung:
Durch die Eigenleistung Jugendlicher findet eine stärkere Identifikation mit der Einrichtung statt, wodurch Vandalismus und Zerstörung vorgebeugt wird. Jugendliche gestalten "ihren" Treff selbst, fühlen sich ihm verbunden, da sie ihre Wünsche und Ideen mit einbringen können. Im Dialog mit dem Architekten und dem Bauherren (Stadt Schwerte) können Jugendliche lernen, ihre Interessen vorzutragen und sich für diese zu engagieren. Die tätige Mithilfe entspricht auch dem Bedürfnis der Jugendlichen nach zielgerichteter geplanter Freizeitbeschäftigung in der Gruppe. Sie haben die Möglichkeit, in Stresssituationen ihre Konfliktfähigkeit zu fördern, sich Formen des sozialen Lernens sowie neue Erfahrungsbereiche zu erschließen.
Durch ihren tatkräftigen Einsatz sorgen die Jugendlichen für eine positive Selbstdarstellung nach Außen und somit für eine Verbesserung des Verhält-nisses zum Wohnumfeld und für den Abbau von Vorurteilen der Westhofener Bürger.

6.1.9 Ergänzende Angebote

Ergänzende Angebote: Zu besonderen Anlässen ist es denkbar, zusätzliche Angebote und Aktivitäten zu organisieren und durchzuführen. Dies könnte anläßlich der Jugendtrefferöffnung ein "Tag der offenen Tür" sein. Ebenfalls könnte jahreszeitbezogen ein Frühlings- oder Weihnachtsbasar veranstaltet oder am Maifest oder Weihnachtsmarkt teil genommen werden.
Zielsetzung:
Solche Maßnahmen können dazu beitragen, den Jugendtreff und dessen Arbeit in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Weiterhin bietet sich bei derartigen Veranstaltungen die Gelegenheit, durch den Verkauf selbst hergestellter Produkte bzw. von Speisen und Getränken zusätzliche Einnahmen zu erzielen, welche wiederum in Anschaffungen und Projektarbeit investiert werden können.

6.1.10 Externe Angebote

Externe Angebote: Externe Angebote sollen mit Unterstützung der Mitarbei-ter/innen von den Besuchern des Jugendzentrums wahr genommen werden. Dazu gehören Kulturveranstaltungen ebenso wie Sport- und andere Freizeitangebote.
Zielsetzung:
Kinder und Jugendliche sollen lernen, unterschiedliche Freizeitangebote inner- und außerhalb von Schwerte durch verschiedene Medien (Zeitungen, Plakate, Internet etc.) auszuwerten und die Besuche gemeinsam zu organisieren. Sie sollen dadurch in die Lage versetzt werden, auch ohne Unterstützung des Jugendtreffs ihre Freizeit gegebenenfalls mit ihren Eltern oder Freunden/innen sinnvoll zu gestalten.

6.1.11 Elternarbeit

In Form von Informationsabenden und/oder lockeren Treffs sollen auch Eltern in die Arbeit einbezogen werden.
Zielsetzung:
Im Rahmen von Informationsveranstaltungen können Eltern über jugendspezifische Themen informiert werden und darüber diskutieren. In lockeren Elternrunden besteht die Möglichkeit, die Einrichtung kennen zu lernen, sich über gemeinsame Probleme mit den Kindern aus zu tauschen oder aber einfach gemeinsam einen schönen Abend in geselliger Runde zu verbringen.

6.2 Methodik

Je nach Inhalt des Angebots und Entwicklungsstand der Jugendlichen sind unterschiedliche methodische Ansätze denkbar:

6.2.1 Einzelfallhilfe

Beratung, Einzelfallhilfe will auf Initiative des Betroffenen individuelle Problem-lagen aufgreifen und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Sie zielt auf kommunikativem Wege auf die Vermittlung neuer Einsichten und Einstell-ungen bei den Beratenen, die es ihnen ermöglichen, ihre Lebensprobleme eigenständig zu lösen. Dies kann die schlichte Aufklärung über vorhandene Beratungs- und Hilfsangebote in Schwerte, konkrete Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen, Führung von Schriftverkehr, Bewerbungen o.ä. bedeuten, aber auch eine intensive Gesprächsführung sein, in der den Be-offenen alternative Denkanstöße gegeben werden.

6.2.2 Animationsprojekt

Animationsprojekte beinhalten ziel- und wertorientierte Jugendarbeit. An den Bedürfnissen anzusetzen heißt hier, an festgestellten Interessen, Themen, Stärken etc. Strategien zu entwickeln, die diese Bedürfnisse emanzipatorisch weiterentwickeln. Mitarbeiter/innen kommt dabei die Funktion zu, Jugendliche dazu zu animieren, neue Wege zu erproben und nach befriedigenderen Bedürfnisumsetzungsstrategien zu suchen. Der Interaktionsschnittpunkt muss auch bei solchen Projekten sehr nah an den jeweiligen Jugendlichen liegen und an den Fragen anknüpfen, die sie gerade beschäftigen.
Er wird jedoch zugleich nahe an pädagogischen Intentionen der Mitarbeiter/innen liegen.
Verschiedene Angebote und Projekte haben unterschiedliche Zielsetzungen und sprechen auch unterschiedliche Zielgruppen an. Der ganzheitliche Ansatz in der Kinder- und Jugendarbeit ist dabei ein wichtiger pädagogischer Aspekt. Angebote und Projekte müssen daher so beschaffen sein, dass der kreativ-kognitive, der senso-motorische, der soziale und der emotionale Bereich mit einbezogen und abgedeckt werden. Nur so ist zu gewährleisten, dass ein in sich geschlossenes, rundum abgestimmtes Erleben stattfinden kann.

6.2.3 Gemeinsame und selbstorganisierte Projekte

Gemeinsame Projekte werden gleichberechtigt von Jugendlichen und Mitarbeiterinnen aufgrund gleicher Interessen und Fähigkeiten durchgeführt.
Jugendliche werden hier dabei unterstützt, ihre Interessen in der ihnen sinnvoll und den Mitarbeiterinnen vertretbar (Einhaltung bestimmter Regeln) erscheinenden Form zu verwirklichen.

Im Rahmen von Selbstorganisationsprojekten können Jugendliche ihre eigenen Fähigkeiten erfahren und erweitern, sowie eigenverantwortliches Handeln in einem sozialen Kontext erproben. Hierbei ist zu überlegen, was Jugendliche und Gruppen von Jugendlichen bereits selbst können und tun und somit ihrer Eigeninitiative überlassen werden kann. In diesem Bereich haben die Mitarbeiter/innen die Funktion, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, auf die Einhaltung der vereinbarten Spielregeln zu achten und ansonsten die Entwicklung eigenständiger Jugendkulturen zu respektieren.

Jugendzentrum Westhofen - Meinerweg 10 - 58239 Schwerte - eMail: info@jugendzentrum-westhofen.de